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Dienstag, 01 April 2014 20:32

Der Dialog geht weiter ...

geschrieben von

 

UnsereKurve und ProFans bei IM JagerIst es wichtig, dass man sich mit Politikern und Funktionären an einen Tisch setzt und mit Ihnen über Fanbelange, Sicherheit und Themen wie 50+1 spricht?
Viele mögen antworten, dass dies völlig unnötig sei und eh nichts bringt. Andererseits muss dann die Frage aber erlaubt sein, wie sich denn Dinge ändern sollen, wenn jeder in seinem stillen Kämmerlein vor sich hin denkt und „annimmt“ das bestimmte Verhaltensweisen nur auf diese oder jene Art zu lösen seien. Leider sitzen aber eben die Politiker und Funktionäre an dem Hebel der Maßnahmen, die früher oder später uns Fußballanhänger direkt oder manchmal auch indirekt betreffen. Wenn mir das nicht passt, muss ich was dagegen unternehmen. Deshalb bin ich der Auffassung, dass man sich sehr wohl mit den Politikern und Funktionären nicht auseinander, sondern besser zusammen setzen sollte und sich über die Probleme oder Befindlichkeiten austauscht, die von der jeweiligen Seite als Grund für ein zumindest unangenehmes Gefühl angesehen werden.

So liegt nun eine Woche hinter mir, in der ich zusammen mit Kollegen von „Unsere Kurve“ bei der DFL in Frankfurt mit Andreas Rettig und dem Direktor Recht der DFL, Jürgen Paepke über Themen wie 50+1 und Financial Fairplay gesprochen habe. Gestern nun ein Gespräch, zusammen mit Kollegen von ProFans und „Unsere Kurve“ beim Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Ralf Jäger zum Thema Sicherheit in den Stadien, um im direkten Anschluss daran im Landtag von NRW dem Fanhearing der Landtagsfraktion der Piraten beizuwohnen und dort Interessantes über die aktuellen Dinge wie die Datei „Gewalttäter Sport“, die Weitergabe von persönlichen Daten von der Polizei an Verein, den Stand des Projekts SiKomFan, Probleme von Ultras der Eishockey-Szene aus Iserlohn, den Stand der Untersuchungen in Sachen „Saloniki Spiel auf Schalke“ und sonstige Themen aus dem Bereich der Fanszenen zu lauschen.
Darüber hinaus ist es gelungen, einen Termin für den ersten Fandialog in Rheinland-Pfalz auf die Reihe zu bekommen. Zusammen mit der SPD-Landtagsfraktion wird kommende Woche, am 8. April, der Startschuss für einen hoffentlich erfolgreichen Informationsaustausch zwischen den politischen Gremien und der Fanszene in Rheinland-Pfalz ins Leben gerufen.

 

Bayer Leverkusen ist nicht gerade als die Hochburg des deutschen Frauenfussballs bekannt. Und doch ist die Frauenabteilung des Werksclubs ein fester Bestandteil der Bundesliga, der es immer wieder versteht, den Großen ein Bein zu stellen. Zum Spitzenspiel gegen den 1. FFC Frankfurt hatte man sich etwas besonderes überlegt.

Ein Doppelspiel mit den Männern, Kombi-Karten und der Familientag wurden ausgerufen. Alles in der Hoffnung, dass es ein paar Menschen mehr in das Ulrich-Haberland-Stadion zieht als sonst. Aber gut gedacht ist anscheinend auch in Leverkusen nicht immer gut gemacht. Aber lest selbst. Der Artikel wurde im Übrigen von Marion Kehren verfasst und freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Donnerstag, 13 Februar 2014 19:30

Wupsi, Moya und die roten Teufel

geschrieben von

B04 vs FCK DFB Viertelfinale 4

Wer hätte das gedacht? Ein Fußballabend bei dem der „alte Mann“ völlig austickt und als Pessimist alle, aber auch wirklich alle Bedenken und Meckereien in den Mülleimer tritt und nur noch grinsend und voll mit Glückshormonen den Hochsicherheitstrakt, genannt BayArena, verlässt. Ufff - es fällt schwer, das Gesehene und vor allem Erlebte in Worte zu packen.

Seit Wochen und Tagen war für mich das Ende der laufenden DFB-Pokalsaison am gestrigen Mittwoch klar. Gegen den Zweiten der Bundesliga aber vor allem gegen Sidney Sam haben wir keine Chance. Seit Sam im Juni 2010 den 1. FCK verlassen hat und in Richtung Leverkusen abwanderte machte er sich jedesmal, wenn er im Kader war, einen Heidenspaß daraus uns mindestens ein Tor reinzuwürgen. Daneben so Granaten wie Kießling und Derdiyok, wie groß werden also unsere Möglichkeiten sein das Halbfinale zu erreichen?  
So zumindest meine Meinung vor dem Spiel.

landtag nrw

Die Ausschreitungen Dresdener Auswärtsfahrer in Bielefeld, der Dortmunder Pyrotechnik-Exzess in Gelsenkirchen und zuletzt die Massenschlägerei auf dem Kölner Rudolfplatz sorgten in letzter Zeit im Westen Deutschlands für erhebliche Unruhe im Umfeld des Bundesligafußballs. Trotz weithin sicherer Zustände innerhalb der Stadien war Nordrhein-Westfalen dadurch Schauplatz größerer Fußballkrawalle, die in Köln beinahe das Leben eines Beteiligten gekostet hätten. Die damit verbundenen Belastungen für eingesetzte Polizisten, die Kosten für den Steuerzahler und vor allem die verübten Körperverletzungen verursachten nicht nur eine intensive Presseberichterstattung, sondern setzen auch die Politik unter einen verstärkten Handlungsdruck.

Landespolitik und Innenausschuss

Die politischen Mechanismen führten im Düsseldorfer Landtag zu einer Initiative der sich in der Opposition befindenden FDP, die die Landesregierung zum Handeln drängte. Als Folge ihrer Initiative tagte am 6. Februar 2014 der Innenausschuss in öffentlicher Sitzung. Er trat unter der die Regierung herausfordernden Überschrift zusammen: „Prügeleien statt Fußball, fast ein Toter – wann greift der Innenminister endlich ein?“

Ermittlungsstand zum Rudolfplatz

Zur Information des Ausschusses legte der Inspekteur der Polizei NRW, Dieter Wehe, den vorläufigen Ermittlungsstand zu der am 6. Februar im Vorfeld des Testspiels 1. FC Köln gegen Schalke 04 eskalierten Hooliganschlägerei mit Ultra-Beteiligung dar. Er bewertete die schnelle Beendigung der Auseinandersetzung durch die Landespolizei sowie die Verhaftung von 55 Beteiligten als Erfolg der Einsatzkräfte. Von den Verhafteten rechnete er 19 dem 1. FC Köln, 17 Borussia Dortmund und 15 Schalke 04 zu, während er 4 Personen keiner Vereinsanhängerschaft zuordnete. Den Altersdurchschnitt aller Festgesetzten bezifferte er mit 27 Jahre. Darüber hinaus gab er an, dass deren Altersspanne zwischen 19 und 55 Jahren lag. Während Wehe auf das vergleichsweise gehobene Alter vieler Beteiligter hinwies, bekundete er, dass die Polizei keine Erkenntnisse über eine Absprache zu einer Auseinadersetzung in der Innenstadt gehabt und nur kurzfristig Hinweise auf eine Beteiligung von Dortmundern erhalten habe.

Hooliganismus und Rechtsextremismus

Im Verlauf der Sitzung ging NRW-Innenminister Ralf Jäger auf einen von den Medien mit Bezug zur Kölner Schlägerei aufgebrachten Aspekt hin - der Beteiligung rechtsextremistisch motivierter Gewalttäter. Während Inspekteur Wehe mit Blick auf die Schlägerei eine Einschätzung hinsichtlich einer rechtsextremistischen Motivation von Tatbeteiligten vermied, gab Jäger allgemein an, dass den Landesbehörden geringe Überlappungen zwischen Ultras und der rechtsextremistischen Szene bekannt seien. Andererseits sei ihnen ein Wiedererscheinen von Alt-Hooligans in mehreren Stadien aufgefallen, wobei es zu einer Vermengung mit Rechtsextremisten komme. In dieser Angelegenheit verwies er auf laufende behördliche Ermittlungen.

Verfolgungsdruck, Meldeauflagen und Sonderzüge

Als Konsequenz der Gesamtlage kündigte Jäger mit dem Hinweis darauf, dass fußballbezogene Einsätze etwa 30% der Kapazitäten der Einsatzhundertschaften binden, ein verstärktes Vorgehen gegen gewalttätige Personen an. Dies soll eine schwerpunktmäßig gegen Rädelsführer gerichtete Aufklärung sowie eine konsequente Strafverfolgung einschließen.

Als weiteren Handlungsansatz diskutierte der Ausschuss die Anwendung von durch Meldeauflagen kontrollierten Aufenthaltsbeschränkungen. Während diesbezüglich ein SPD-Abgeordneter auf juristische Hindernisse hinwies, die in der Wahrung der gerichtlich einklagbaren Rechte der Betroffenen bestehen, sah Polizeiinspekteur Wehe eine wirkungsvolle Maßnahme.

Einen Kontrast zur Diskussion repressiver Mittel bildete der Hinweis des Innenministers auf das eingeführte Projekt, Auswärtsfahrer auch über Bundesländergrenzen hinweg mit Sonderzügen zu befördern, die keine Zwischenhalte einlegen. Zudem bekundete er eine generelle Bereitschaft zum Dialog mit der Ultraszene.

Parteien und Fanszene

Die Sitzung des Innenausschusses machte die sich aus der Sicherheitslage ergebenden, von vielen Fans kaum beachteten Herausforderungen für die politischen Entscheidungsträger deutlich. Sie zeigte aber auch, dass die Verbindung der Themen Innere Sicherheit und Fußball nicht nur eine viele (Wahl-)Bürger emotional berührende Angelegenheit, sondern auch eine Einladung für parteitaktische Manöver ist. So verwunderte ein wenig, dass mit der FDP ausgerechnet eine Partei ein härteres polizeiliches Durchgreifen forderte, die während ihrer Regierungsbeteiligungen in Land und Bund weniger durch eine zupackende Innenpolitik als durch eine die Befugnisse der Sicherheitsbehörden begrenzende Grundhaltung auffiel. Ihre nun aus der politischen Opposition getragene Initiative scheint demnach nicht nur von der Sorge um die Sicherheitslage, sondern der Absicht getragen zu sein, den regierenden Innenminister unter Druck zu setzen.

Andererseits fiel während der Debatte positiv auf, dass Landtagsabgeordnete mehrerer Parteien ein differenziertes Bild der Fanszene haben. Dazu gehörte der Hinweis eines Vertreters der Priatenpartei, nach dem Ultras von gewalttätigen Hooligans strikt zu unterscheiden sind. Ob diese Einschätzung allerdings angesichts der Entwicklung von Gruppen wie den Dortmunder „Desperados“ oder der Kölner „Boys“ mittelfristig haltbar ist, bleibt abzuwarten.

Auf eine durchaus wohlwollende Sicht auf die Fanszene deuteten auch Aussagen von Abgeordneten der SPD, der CDU und der FDP, nach denen Gewaltausbrüche wie die Schlägerei vom Rudolfplatz überhaupt nichts mit Fußball zu tun haben. Das Problem dabei ist jedoch, dass diese Erklärung unzutreffend ist, denn Hooligans sind keine Form von Extremkampfsportlern die den Fußball als Bühne für eine Form des Ultimate Fighting im öffentlichen Raum missbrauchen, sondern durchaus Fußballfans, die sich nach eigener Auffassung für ihren Verein „lang machen“. Unter dem Eindruck des Verlaufs der Ausschusssitzung war dann zumindest die Anmerkung des CDU-Abgeordneten und bekennenden Schalke 04-Fans Lothar Hegemann erheiternd:

„Wenn die Hooligans hier anwesend wären und hören würden, wie wir über sie reden, dann würden sie sich kaputtlachen.“

Mittwoch, 05 Februar 2014 20:48

Klassenbewusstsein – MSV Duisburg vs. RB Leipzig

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1 Überschrift

Als Besucher muss man die Stadt am Zusammenfluss von Rhein und Ruhr schon wirklich mögen, damit sich während des Winters kein Gefühl der Trostlosigkeit einstellt. Ihre Bewohner hingegen hegen eine starke Identifikation mit der Ruhrgebietsmetropole, die sich unter anderem in einer nachhaltigen Unterstützung des MSV Duisburg ausdrückt. Dieser traf am 1. Februar 2014 in der 3. Liga auf den Aufstiegskandidaten RB Leipzig.

Freitag, 24 Januar 2014 15:48

Fankongress 2014 - (M)ein Rückblick

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WS1 1

Die Presse resümiert den Fankongress 2014, der am 18. und 19. Januar in Berlin stattfand ein wenig platt mit der Aussage "Die Polizei ist zum Dialog bereit, die Fans nicht". So einfach, wie es sich der eine oder andere Journalist macht ist es dann letztlich auch nicht. Auch wenn auf der großen Podiumsdiskussion am Samstag nachmittag mit Vertretern von Politik, Polizei, DFB, Soziologen, Kriminalisten und Fans der Grundtenor war, dass man mit der Polizei seitens der Fans nicht "direkt" sprechen möchte, aber das bedeutet letztlich nicht, dass man überhaupt nicht sprechen möchte. Im Gegenteil. Ein wesentlicher Punkt ging offenbar beim Zuhören der anwesenden Journalisten offenbar unter. Christian Bieberstein (Podiumsgast für die Fans) verdeutlichte, dass man nach einer Stärkung der Position der Fanprojekte und Fanbetreuer, diese durchaus als Mediator für diese Art der Gespräche mit der Polizei einsetzbar wären. Jedoch sind hierfür die Voraussetzungen, dass Mitarbeiter der Fanprojekte zumindest ein erweitertes Schweigerecht eingeräumt bekommen, damit diese nicht, wie offenbar aktuell praktiziert, als Zeuge bzw. als Kronzeuge durch die Staatsanwaltschaft vernommen werden können. Durch dieses aktuell nichtzugestandene Recht zur Aussageverweigerung, wird das Vertrauensverhältnis zwischen Fans und Fanprojektmitarbeitern extrem gestört. Gerade nach der V-Männer Aufdeckung im vergangenen Jahr ist vieles nicht mehr so, wie es mal war.

Mittwoch, 22 Januar 2014 10:41

Schöne neue Vereinswelt?

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hsv fahne2So langsam gehen bei mir die Lustlämpchen aus. Jedes einzeln blinkende Licht in mir verliert seine Kraft. Ich fühle mich, als ob jemand den Stecker zog und mich mit in den Abgrund riss. Ich war Feuer und Flamme für meinen Verein. Ich war gierig auf den Duft des Grases und elektrisiert durch das Spiel. Im Januar 2014 ist nicht mehr viel übrig geblieben von meiner Liebe für Fußball. Ich bin müde und fühle mich krank. Infiziert vom Schatten der Macht und des Geldes liege ich sterbend in meinen eigenen Armen.

Es macht einfach keinen Spaß mehr, dass ich seit Jahren mit ansehen muss, wie die Gier nach Erfolgen und das Streben nach Geld meine Liebe zu meinem Verein zerstört. Ich war süchtig und verliebt. Ich spritzte mir täglich wie ein Junkie eine Überdosis des kostbaren Spieles. Heute sitze ich frustriert und zurückhaltend in einer Ecke und frage mich ernsthaft, wie der Trauernde am Sarg seiner Liebsten:

Warum?

Ist es einfach nur der Lauf der Dinge? Der Markt bestimmt die Nachfrage. Dabei sollte ich doch stolz sein; stolz auf vergangenen Sonntag. Wo ca 10 % der Mitglieder für einen Kurswechsel stimmten. Instrumentalisiert von einem Stück Papier und einem Redner, der sich aufführte als sei er der Diktator der Massen. Ich fühle mich leer.

Als ich am Montagmorgen erwachte, aus meinem Schlaf gerissen wurde und hoffte, dass alles nur ein Traum war, da wurde mir beim Gang durch die dunkle und kalte Wohnung bewusst: Es ist die Realität. HSVplus wird kommen. Es ist noch ein kleiner Weg bis zum endgültigen Verlust der 126jährigen Identität, doch im Grunde eine reine Formsache.

Muss ich mich nun neu einkleiden, nachdem andere die Ausgliederung wollen? Muss ich mich den neuen Gegebenheiten anpassen? Das e.V wird verschwinden und eine AG wird erwachen. Aus einem eingetragenen Verein wird eine Aktiengesellschaft der Zukunft. Wie das klingt- A-k-t-i-e-n-g-e-s-e-l-l-s-c-h-a-f-t. Wow, ekelhaft, nach Arbeit statt Freizeit. So suchte ich mir am Montagmorgen die passende Kleidung heraus, zog mein Hemd an und rundete es diesmal mit einer Krawatte und zum Höhepunkt einem geschmeidigen Burberry-Schal ab. Gelte meine Haare, zog weißes Pulver und fühlte mich stark für den Tag.

Die Aussicht ein Mitglied einer Aktiengesellschaft zu werden – ja, es klingt nach Zockerei und Glitzerwelt. Nach halbnackten Frauen und Kokain. Tragen wir bald alle einen Börsenpager mit uns herum? Im Süden des Landes, der allgegenwärtige Uli Hoeneß, Präsident der Fußball-AG FC Bayern München und unser Vorbild der Gegenwart, lässt grüßen. Nehmen wir anstatt unserer Fahnen bald die Financial Times mit ins Stadion?

Ich habe keine Lust mehr. Die Bundesliga öffnet ihre Pforten am kommenden Wochenende und mein Akku ist leer. Ich fühle mich wie ein Tropfen Wasser in der Wüste. Doch wen interessiert schon meine Meinung? Ich bin ein kleines Rädchen im sich bewegenden Zentrum der Macht. Dabei ist es doch nur ein Spiel. Man kann Glück oder Pech haben. Wenn die Ausgliederung kommt, habe ich leider Pech.

Ich sehe den Sinn, aber verstehe ihn nicht. Ich war der Meinung – bis Sonntag – uns könne das nicht passieren. Ich hielt es nie für möglich, in einem Atemzug mit Bayern München, Wolfsburg oder Leverkusen genannt zu werden. Ab Sommer ist es vorbei. Wir werden nichts anderes sein als ein Verein, in dem das Geld regieren wird. Wir werden uns Investoren ins Boot holen, um den sportlichen Erfolg zu gestalten. Dabei kennen sie bis heute in Hamburg schon nicht den Unterschied zwischen Schulden und Verbindlichkeiten. Ich ahne Böses.

79,4 % sind dafür. Ein demokratisches Ergebnis? Sie standen applaudierend in den Sälen, riefen Bravo und huldigten ihrem Redner. Ich dachte, der Weltfrieden sei beschlossen, dabei wurde das kapitalistische Monster begrüßt. Wedle den Massen mit Geldscheinen zu, versprich ihnen Erfolg und eine Umstrukturierung und sie werden dir folgen. Kopflos wie im Dritten Reich.

Dabei ist heute nicht einmal bekannt, wer als Investor kommen wird, wer die Geschicke der Hamburg AG regieren wird. Egal. In der Satzung steht es deutlich:

HSVPLUS §11 Pflichten der Mitglieder 1 “…Den Anordnungen des Präsidiums und der von ihm bestellten Ausführungsorgane und Ausschüsse in allen Vereinsangelegenheiten, den Anordnungen der Abteilungsleiter in den betreffenden Sportangelegenheiten haben die Mitglieder Folge zu leisten”

Was übersetzt bedeutet: Die Mitglieder werden an Einfluss verlieren. Das Präsidium wird euch, liebe Mitglieder, also in euren Entscheidungen entlasten. Egal, oder? Die Massen sind verblendet von der Gier des Geldes und in Ausblick auf glorreiche Zeiten. Erbärmlich.

Spielt euer Spiel, wie ihr es für richtig haltet. Meine Auswärtsdauerkarte werde ich in dieser Rückrunde noch glühen lassen, nicht ohne mir dabei ernsthaft zu überlegen, ob es meine Abschiedstournee wird. Ich verlasse den Pfad des Geldes und eurer Gier. Ich lebe lieber in meiner Nostalgie, als Teil eurer “Ideologie” zu sein.

Oh, mein Börsenpager piept. Ich bin dann weg. Viel Spaß in eurer neuen schönen Welt. Lasst euch nicht fressen.

Es grüßt mit bedenklichen Grüßen:
Christian E.

NUR DER HSV