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Donnerstag, 15 Mai 2014 16:25

Pfiffe von Pfeifen!

geschrieben von

Das Nationalmannschafts-Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Polen am vergangenen Dienstag war eines der Kategorie „unwichtig“. Solche Ansetzungen dienen dazu, jungen Spielern das Wesen der Nationalelf näher zu bringen und ihnen die Chance zu geben, dort einmal Luft zu schnuppern. Ein Spektakel war daher nicht zu erwarten, schließlich fanden sich im Kader viele Namen, die bisher nie in der Nationalmannschaft aufgetaucht waren. Gemeinsam trainiert hatte diese Mannschaft bisher sehr sehr selten, zusammen auf dem Platz gestanden noch nie. Weiter war es die jüngste Truppe, die jemals für Deutschland auflief.

Dienstag, 13 Mai 2014 16:11

Kein Fußball ...

geschrieben von

Im Vorfeld des heute stattfindenden Freundschaftsspiels zwischen der deutschen und der polnischen Nationalmannschaft in Hamburg quartierte sich der DFB für das Abschlusstraining beim FC St. Pauli im Millerntor-Stadion ein. An diesem Umstand lässt sich erst mal nichts besonderes, nichts aufsehenerregendes finden. Irgendwo muss die Nationalelf ja abschließend trainieren und es ist auch Gang und Gebe, dass der DFB in diesen Stadien Werbebanden von nicht-DFB-eigenen Sponsoren verschleiern lässt. Doch gab es auf den Bildern des Abschlusstrainings etwas zu erkennen, was viele Fans mit Verwunderung zurück ließ. Der FC St. Pauli sowie seine Fans sind durchaus dafür bekannt, sich offensiv und engagiert gegen Rechtsextremismus zu stellen und auch deutlich Position zu beziehen. Eine Sache, die der DFB mit immer wiederkehrenden, symbolischen Redebeiträgen der Mannschaftskapitäne sowie Werbespots mit den Eltern der Nationalspieler zu unterstützen versucht. Nun aber ließ der DFB vor dem Training im Millerntor-Stadion nicht nur die Werbebanner überhängen, sondern auch die letzten zwei Wörter des, seit Jahren an der Gegengrade angebrachten, Banners mit der Aufschrift „Kein Fußball den Faschisten“.

Es ist für mich unerklärlich, auch unter der Berücksichtigung der DFB-eigenen Erklärung für dieses Vorgehen (Politische Statements sind auf DFB-Veranstaltungen generell verboten, twitterte der DFB auf Nachfrage), wie man sich für das Verdecken einer solchen Botschaft entscheiden kann. Nicht nur, dass der DFB mit einer solchen Entscheidung unglaubwürdig wird, wenn er doch an Spieltagen die angesprochenen Reden verlesen lässt, welche nicht weniger „politisch“ sind, da in ihnen im Enddefekt das Gleiche als Botschaft vermittelt werden soll, wie auf dem Banner im Millerntor-Stadion. Die Wirkung ist noch viel größer und schlimmer. Dieser Vorgehen des DFB ist ein Signal, an all jene, die sich Woche für Woche, Jahr für Jahr, um einen diskriminierungsfreien Fußball bemühen, aktiv daran mitarbeiten, Rechtsextreme aus den Stadien zu verbannen und dafür kämpfen, dass es keine rechten Parolen und Banner zu ertragen gibt. Ein Signal, was negativer nicht sein könnte. Es wirkt, als sei nur der DFB-eigene Beitrag erwünscht, die Reden und Werbesports, in denen man sich als ein demokratischer, offener, an einem diskriminierungsfreien Fußball interessierter Dachverband präsentiert. Alles, was andere tun, ist egal, ist zu „politisch“, um es „frei zu geben“. Diese Unterscheidung macht deutlich, was der DFB unter dem Engagement gegen Rechtsextremismus genauer vorstellt: Von oben organisierte Symbolik, welche scheinbar als „nicht politisch“ eingestuft wird, denn sonst müssten auch solche Reden bei Fußballspielen des DFB verboten sein. Nicht aber das Engagement von Fans und Vereinen, welches dann als „politisch“ gilt und bei DFB-Veranstaltungen verboten sei.

Es wäre vermutlich nicht der Rede Wert gewesen, hätte der DFB den Banner nicht überklebt. Es wäre kein politisches Statement gewesen und selbst wenn: Wer solle sich daran schon stören, wenn die deutsche Nationalmannschaft, welche aus Spielern mit verschiedensten nationalen Wurzeln vereint, in einem Stadion trainiert, wo ein Banner gegen Faschismus im Fußball hängt? Niemand, scheinbar nur der DFB selbst. Mich würde tatsächlich einmal interessieren, wo der DFB den Unterschied zwischen der Botschaft einer Rede gegen Rechtsextremismus sowie dem angesprochenen Banner sieht. Weshalb ist das eine politisch, daher verboten, das andere jedoch nicht verboten, sondern gewollt und somit scheinbar als „unpolitisch“ eingestuft? Oder ist es tatsächlich so, dass der DFB nicht möchte, dass es engagierte Fans und Vereine gibt, die eigenständig dieses Thema behandeln? Vielleicht hat man auch einfach Angst vor dem Wort „Faschismus“, besonders weil man nun gegen Polen spielt?

Ich weiß es nicht und eine Antwort auf diese Fragen werde ich auch nicht bekommen. Dennoch weiß ich, dass diese Entscheidung dem DFB und seinem Ansehen geschadet hat und ich in Zukunft die symbolischen Aktionen des DFB gegen Rechtsextremismus noch weniger ernst nehmen kann als bisher. Meine Hoffnung ist nun, dass der DFB schnell einsieht, dass diese Entscheidung falsch war und sich in Zukunft aktiver und engagierter gegen Rechtsextremismus zeigt. Passiert dies nicht, scheint hinter dem „Gegen Rassismus“ des DFB nicht mehr als eine Werbemaßnahme und hohle Phrase zu stecken. Das wäre nicht nur schade, sondern traurig und beschämend. Mach was, DFB!

 energie-cottbus-1-fc-kaiserslautern-2-bundesliga-2013-2014-12wieder ist ein Jahr vollbracht und wieder wurd’ nur Mist gemacht und morgen geht’s mit gleichem Fleiße, wieder an die selbe Sche..e …
So oder so ähnlich kann man die gestern endlich zu Ende gegangene Saison 2013/204 des 1. FC Kaiserslautern kommentieren. Im Grunde stimmt es auch. So würde sich der Spruch „Außer Spesen, nix gewesen“ ebenfalls anbieten, sollen wir doch, trotz der ca. 4 Millionen Euro Mehreinnahmen aus dem DFB-Pokal, immer noch einen Verlust in Höhe von ca. 1 Million Euro „erwirtschaftet“ haben. Böse Zungen haben mal behauptet, dass ein Unternehmen das keine Schulden hat vieles falsch macht. Tja, wir haben nicht nur Schulden, wir haben sogar keine Sicherheiten … - aber das steht ja auf einem anderen Blatt. Stille Reserven im Kader werden da gerne als Sicherheit aufgeführt.

Aber gut, dann werfen wir mal die Zeitmaschine an und betrachten die Saison im Schnelldurchgang.

Montag, 05 Mai 2014 13:29

Alles für die Relegation!

geschrieben von

BS

 

Verloren. Gegen Augsburg, in einem Spiel, in dem es, dank der anderen Mannschaften, möglich gewesen wäre, den Sprung auf Platz 16 zu schaffen. Lange haben wir gut mitgespielt, Druck gemacht, Chancen gehabt. Nicht zuletzt der Torschuss von Debütant Khelifi wird uns lange in Erinnerung bleiben. Es sah alles nach einem 0:0 aus, Platz 17 wäre es dann gewesen, einen Spieltag vor dem Ende der Saison. Es wäre zumindest ein kleiner Lohn gewesen, für ein Spiel, in dem das eigene Tor nicht fallen wollte, man aber 90 Minuten lang gefightet hat und wirklich jeder Spieler mit jeder Faser für den Sieg gekämpft hatte. Dann aber die 94. Minute, ein Konter der Augsburger, ein Hakentrick, der zu einer Vorlage wurde und ein Lupfer, der über Freund und Feind hinweg den Weg in das Tor unserer Eintracht fand. 0:1, wieder verloren, weiter Platz 18. Stille, Schweigen, Schock und Trauer. Spieler, Trainer, Fans, bei allen sieht man die Fassungslosigkeit über dieses Gegentor, doch einen Vorwurf kann man auch hier niemandem machen. Lieberknecht hat alles nach vorne geworfen, für den Sieg, für drei Punkte, für Platz 16, der so greifbar nah war. Die Spieler haben dies umgesetzt, dabei natürlich die Defensive geöffnet und dennoch 94. Minuten lang das Tor sauber gehalten. Davari hat, nach anfänglicher Unsicherheit, die 0 gehalten, bis zum Zeitpunkt, als keiner mehr mit dem Gegentreffer rechnete, niemand das Tor verhindern konnte. Wir können auch nach diesem Spiel STOLZ auf unsere Mannschaft sein, denn sie hat sich in jeder Sekunde den Arsch aufgerissen und gezeigt, wie viel Wille, Kraft, Energie und Mut in ihr steckt, trotz der aktuellen Situation und dem Umstand, dass man seit Monaten auf einem direkten Abstiegsplatz steht! Und genau dieser Mut, dieser Wille kann unsere Hoffnung aufrecht erhalten.

 Es ist noch ein Spiel, eine Chance, ein Sieg, der uns in die Relegation bringen kann. Viele hatten uns schon lange vor diesem letzten Spieltag in der Zweiten Liga gesehen. Absteigen werden sie, gnadenlos und früh, das war der Grundtenor diverser Experten und selbsternannten Fußballfachmänner. Recht behalten hat keiner, nur unser Trainer, der immer sagte, am letzten Spieltag wird die Entscheidung fallen! So ist es und so können wir hoffen, denn für unsere Gegner spricht nicht viel. Bei allem Respekt vor den Fans der Nürnberger, doch wirkt der Verein, mit Fans und Mannschaft derzeit nicht wie eine eingeschworene Gemeinschaft, die in einer solchen Situation die nötige Kraft aufbringen kann um einen Sieg auf Schalke zu erreichen. Der HSV?! Na ja, von den Spielern her ein starkes Team und auch gegen die Bayern spielerisch nicht schlecht, doch scheinen Adler und Co derzeit stark verunsichert, was in Anbetracht der aktuellen Lage auch kein Wunder ist. Entscheidend wird sein, ob die Mannschaft den Existenzdruck, der auf ihr lastet im Spiel gegen Mainz, welches noch von Europa träumt, in positive Energie umwandeln kann oder ob er wie ein großer Klotz an ihren Beinen hängt. Ich traue Mirko Slomka zu, dass er es schafft, diese Mannschaft aufzurichten und zu stabilisieren, zumindest äußerlich. Was jedoch tief in den Spielern passiert, ist die andere Seite der Medaille, denn diese Saison wird an keinem dieser Spieler spurlos vorbei gehen. Dieser schmale Grad muss von den Hamburgern 90 Minuten lang perfekt ausbalanciert werden, denn Mainz ist gut drauf, will nach Europa und spielt vor eigenem Publikum. Ein Punktgewinn für den HSV ist unter solchen Umständen zwar selbstverständlich möglich, doch glaube ich, im Rückblick auf die gesamte Saison, dass der HSV an diesem letzten Spieltag nicht den notwendigen Punkt einfahren wird, der sie sicher in die Relegation führt.

Mittwoch, 23 April 2014 20:43

Der Traum von Lissabon

geschrieben von

Denk ich an Sonntag, wird mir ganz anders. Es kribbelt, mir wird warm und kalt zu gleich, im Magen wird mir flau. Dieses Gefühl kommt nicht etwa auf, weil ich am Wochenende in den Westen der Republik, ja schlimmer noch, nach Niedersachsen reisen muss, sondern weil meine Nervosität schlagartig zunimmt. 

Ich wache morgens mit einem Countdown im Kopf auf, zähle die Tage bis denn endlich der 27. April ist. Ab diesem Tag steige ich auf das Zählen der Stunden um, bis endlich 17:15 Uhr ist und Esther Staubli die wichtigsten 90 Minuten der Saison anpfeifen wird. 

Von diesem Moment an heißt es kämpfen für mindestens ein 1:1. Mehr ist nach einem 0:0 im Hinspiel nicht von Nöten, schließlich liegt der vermeintliche Auswärtstor-Vorteil nun bei Potsdam.  Wie gefährlich dieses Ergebnis aber auch sein kann, sah man am Ostersamstag. In diesem Spiel war alles möglich, von torreichen Unentschieden, bis hin zu einer kleineren Vorentscheidung für eine Mannschaft. 

bayern-muenchen-1-fc-kaiserslautern-dfb-pokal-2013-2014-8Ja, ich gebe zu ich neige zu Verschwörungstheorien. Und natürlich bin ich als Anhänger des 1. FC Kaiserslautern nicht objektiv, wobei sich die Frage stellt wer überhaupt objektiv ist als Subjekt.

Nach dem gestrigen Ausscheiden aus dem DFB-Pokal fallen wir Lautrer wieder in den grauen Alltag der zweiten Liga zurück. Vorbei die nie da gewesene Chance auf ein Wunder.
Wie schrieb „grumbeerstambes“ bei „Der Betze brennt“ im Vorbericht so schön: „Auf der einen Seite der beste Verein der Welt. Und auf der anderen Seite die Bayern“. Wäre noch zu ergänzen „Und der DFB. Und auch die Medien“.
Es war schon auffällig wie arrogant die gesamte Medienlandschaft natürlich davon ausging, dass nur der „FC Bayern“ ins Finale kommen kann. Aber mal von Anfang an.

Montag, 07 April 2014 14:08

Kein Zuspruch für rechte Gruppen!

geschrieben von

Rechte Fans in deutschen Stadien sind in kein neues Thema. Die vergangenen Monate brachten viele Berichte mit sich, die von Gewalt und Hetze, ausgehend von rechten Fangruppen, berichteten und diverse antifaschistisch eingestellte Gruppen schilderten Übergriffe und Beleidigungen. Die Diskussionen über diese Taten sind oftmals sehr kompliziert (gewesen), da diese immer wieder mit der Parole „Politik hat beim Fußball nichts verloren“ gesprengt wurden und werden. In einem anderen Blog habe ich mich bereits damit auseinandergesetzt und aufgezeigt wieso ich es für falsch halte, mit dieser Einstellung an die Sache heranzugehen und diese Parole als Basis für das eigene Desinteresse an rechter Gewalt im Rahmen des Fußballs anzusehen. Doch ist das Problem nicht allein die Gewalt dieser Gruppen. Wenn sogar in Fällen von körperlichen Übergriffen die Situation verharmlost wird, die Fehler bei den kritischen Gruppen gesucht wird, die Opfer dieser Gewalt wurden, scheint es noch viel Stoff zum Diskutieren und Reden zu geben. Aus diesem Grund, sowie ausgehend von einer internen Diskussion auf unserer Plattform „fankultur.com“ habe ich den Drang mich in diesem Blog erneut dem Thema „Rechtsextremismus beim Fußball“ zu widmen, jedoch nicht mit dem Fokus auf rechte Gewalt, sondern im Hinblick auf andere Aktionen rechter Gruppen.

Da es sich bei den Mitgliedern rechter Fangruppen nicht nur um gewaltbereite und oftmals in der rechten Szene aktive Personen handelt, sondern auch um Fans, die kreative und einfallsreiche Ideen haben, ist es von Belang sich auch mit solchen Aktionen auseinander zu setzen. Ich sehe in dieser Auseinandersetzung einen wichtigen Teil der Arbeit gegen rechte Fangruppen, welche nach meiner demokratischen Auffassung nichts in einer Fanszene verloren haben.