Pokalfinale 2013: #beinahehelden
geschrieben von Philipp T. in Cannstatter Kurve
#heldenwerden. So lautete das vom VfB ausgegebene Motto vor dem Finale. Und in der Tat, diesen FC Bayern zu schlagen, das hätte wahrlich Heldenstatus bedeutet. So waren an diesem Samstag also neben der Berliner Polizei, welche sich scheinbar genauso auf die „Begegnung“ mit den VfB-Fans freute wie jene auf das Finale, auch die Jungs mit dem Brustring bis in die Haarspitzen motiviert und wollten allen beweisen, was sie zu leisten imstande sind.
Mit einem Sieg zur Glückseligkeit?!
geschrieben von Philipp T. in Cannstatter Kurve
Wir schreiben den 17. April 1954: vom „Wunder von Bern“ ist die junge Bundesrepublik noch so weit entfernt wie der VfB aktuell vom Champions League Finale. Im Ludwigshafener Südweststadion steht der Verein für Bewegungsspiele vor 60.000 Zuschauern, unter ihnen Sepp Herberger, im Finale um den DFB-Pokal. Nach wenig spektakulären 90 Minuten geht es in die Verlängerung, wo der 19-jährige Erwin Waldner das entscheidende Tor zum 1:0 Sieg erzielt.
Der Weg in dieses Finale war indes nicht allzu ruhmreich: im Viertelfinale musste nach einem 1:1 gegen den SV Bergisch Gladbach ebenso ein Wiederholungsspiel herhalten, wie im Halbfinale gegen die TuS Neuendorf. Und auch in der aktuellen Pokalrunde 2012/13 würgte man sich mit Glanz und Gloria von einem Spiel zum Nächsten. Ein Wiederholungsspiel brauchte man freilich nicht, aber Anlass zu Höhenflügen gaben die (Rumpel-)Siege gegen St. Pauli, Köln und den VfL Bochum (allesamt zu Hause) nun auch nicht. Eine Parallele die Mut macht, vielleicht.

„Endlich.“ So oder so ähnlich dürften wohl die meisten VfB-Fans gestern reagiert haben, als sie von der Rücktrittsankündigung von (Noch-)Präsident Gerd E. Mäuser erfahren haben. Zwei Jahre musste man den ehemaligen Porschemanager an der Spitze des Vereins für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e.V. ertragen. Bald hat dieser nun also wieder genügend Zeit, um in Kroatien Powerboot zu fahren.
Das "alte" Wappen ist zum Greifen nah
geschrieben von Philipp T. in Cannstatter Kurve
Um die Stimmung der VfB-Fans ist es momentan nicht gerade zum Besten bestellt. Ein paar Stichwörter genügen und schon ist man auf 180: viaNOgo, Sicherheitspapier, Stuttgarter Weg, Stadionsong, Fünf Minuten vor Spielbeginn, Dialog. Die Liste ist lang. Und die sportliche Situation bzw. Entwicklung, letzten Endes zentraler Bestandteil eines jeden Fan-Daseins, ist hier noch gar nicht dabei. Ich könnte jetzt die Standardfloskel von den drei Wettbewerben bemühen, will ich aber nicht. Und jeder, der das Treiben der Brustringkicker in den letzten Wochen und Monaten verfolgt hat, weiß ohnehin, dass man für das, was man da Spiel für Spiel auf dem Platz zu sehen bekommt, eigentlich noch viel zu gut da steht. Grund genug also für Missmut unter den Weiß-Roten. Aber es gibt auch ein Thema, dass bei Vielen für Freude sorgt: die (angestrebte) Rückkehr zum „alten“ Wappen. Der Verein hat vergangene Woche bekanntgegeben, dass es auf der kommenden Mitgliederversammlung im Sommer endlich zu einer Abstimmung kommen soll.
Stuttgarter Weg - am Arsch geleckt
geschrieben von Philipp T. in Cannstatter Kurve1:3, 0:2, 0:2, 1:3, 1:4. So lauten die Ergebnisse der letzten fünf Bundesligaspiele des VfB. „Ausbaufähig“, könnte man also sagen. Oder „fünf vor zwölf“. Oder einfach „Krise“. Auf gut Deutsch: es brennt mal wieder der Baum in Cannstatt.
Es war ja auch schon fast unheimlich, in der vergangenen Saison. Da wird 34 mal Bundesliga gespielt und nicht einmal war am Wasen das Wort Krise zu hören. Na gut, zwischen Ende November und Ende Januar wurde sieben Spiele lang nicht gewonnen, aber was ist das schon, war man doch nie schlechter als Rang elf. Und auch in dieser Spielzeit sah es bis lange in den Winter zumindest vom Ergebnis her recht ordentlich aus, auch wenn die fußballerische Qualität des Dargebotenen meist doch arg zu Wünschen übrig ließ.
2013: Jahr der Möglichkeiten
geschrieben von Philipp T. in Cannstatter Kurve2012 ist Vergangenheit, 2013 heißt die Gegenwart. Was können der VfB und seine Fans von diesem Jahr erwarten? Möglichkeiten, für positive Nachrichten zu sorgen, gäbe es ja gleich mehrfach. So ist man als einer von lediglich drei Bundesligisten (neben Bayern und Dortmund) noch in drei Wettbewerben mit dabei. Und das teilweise sogar recht vielversprechend. Was am Ende allerdings als Ergebnis steht, ist noch völlig offen. Aber nicht nur auf dem Platz steht ein spannendes und ereignisreiches Jahr auf dem Programm, auch abseits des grünen Rasens wird 2013 höchst interessant werden. Ein kleiner Ausblick auf die erste Hälfte des Jahres.
Die Mär vom ehrlichen Dialog
geschrieben von Philipp T. in Cannstatter Kurve
"Der VfB ist eine große Familie und in jeder Familie ist es das A und O, dass die Kommunikation miteinander stimmt." Dieser Satz stammt von VfB-Präsident Gerd E. Mäuser und ist vom Juli 2011. Im Rahmen des Wahlkampfes um das Amt des Präsidenten führte Mäuser seinen Zehn-Punkte-Plan, mit dem er den VfB nach vorne bringen wollte, auf vfb.de genauer aus und tätigte diese Bemerkung zu Punkt neun "Weitere Verbesserung der Beziehung des Vereins zu den Mitgliedern, Fans und Fanclubs." Wie es um diese "Kommunikation miteinander" beim Verein für Bewegungsspiele jedoch tatsächlich bestellt ist, hat sich in dieser Woche gleich doppelt gezeigt: zum Einen beim Abstimmungsverhalten des VfB-Präsidenten über das DFL-Maßnahmenpapier, zum Anderen durch die Bekanntgabe der Partnerschaft mit der allseits beliebten Ticketbörse "viagogo".
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