Ultras sind immer dabei. Egal, ob bei den Heimspielen im Regen oder Schnee, egal ob Auswärts zum Derby, oder aber am anderen Ende von Deutschland. Sie stehen immer zu ihrem Verein, und tragen mit ihren Gesängen, Choreos und anderem auch unbestreitbar zum Erfolg der Mannschaft bei. Natürlich gibt es auch durchaus Vorstände, die das respektrieren, ja sogar dankbar sind. Es gibt aber auch so Vorstände wie die von Hannover 96.
Die denken sich nämlich einfach: " Wenn wir die schon nicht loswerden, dann hauen wir jetzt richtig auf die Ticketpreise". Klar, warum auch nicht, sind ja nur die bösen Brandstifter! Und so lässt der Vorstand also wirklich für das Euro-League Sechzehntelfinale im Block der Ultras 5 Euro mehr zahlen - man kommt auf 36 Euro. Zudem wurden auch so einfach mal 6 Euro im Gegensatz zur Gruppenphase draufgehauen, da zahlte man für einen Platz im Unterrang der Nordkurve noch 15 Euro, jetzt sind es 21. Ermäßigt, wohlgemerkt!
Dazu kommt noch, dass man auch die Leute, die zwar im Block sitzen, aber gar nicht zu den Ultras gehören, mit den Preisen trifft. Als Hintergrund wird die Pyroaktion im Pokal genannt- ist ja nicht so, dass bereits die Vorbereitung von Choreos verboten, der Treffpunkt dicht gemacht wurde, und das verkaufen eigener Artikel untersagt wurde.
Schlimm, was sich da der Vorstand gerade leistet. Immerhin muss man ja bedenken, dass es manche Einnahmen gar nicht gäbe ohne die Ultras, wer fährt denn sonst auf die weitesten Auswärtsfahrten mit? Man kann nur hoffen, dass die Kollektifstrafen, und die "5 Euro Zuschlag" in Hannover nicht zum Trend werden, denn gerade jetzt, wo Deutschlandweit die Gespräche zwischen Fans und Verantwortlichen langsam ins rollen kommen, und die DFL sich eben von so etwas wie Kollektifstrafen distanziert, tritt Martin Kind in Hannover wieder zu.
5 Euro mehr, weil man seine Liebe lebt?
Na dann, Prost!

