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Dienstag, 26 Februar 2013 21:43

Ein Tag im Mai 2013 - Folge 6/21

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Ein Tag im Mai 2013 Folge 6 von 21

Der Weg zum Aufstieg sollte steinig werden, das war uns ja klar. An einem dieser Montagabende waren es aber keine Steine, sondern Berge, die anscheinend den Weg zum gegnerischen Tor versperrten.
Ein Eintrag vom 26.02.2013:

Gestern war es wieder so weit. Zweitligafußball am leidigen Montagabend. Hertha BSC vs. 1. FC Kaiserslautern. Ein Spiel zum abgewöhnen – zumindest aus Lauterer Sicht.

Dieses Spiel ist es wert, mal tiefer in die Analyse der einzelnen Szenen einzusteigen. Jede Offensivaktion, die zu einem Torschuss geführt hat mal genauer unter die Lupe zu nehmen: Objektiv, detailliert und aus allen Perspektiven – das soll heute mal das Ziel sein. Also fangen wir an:

... Fertig.

Nachdem wir die insgesamt 0 Torschüsse des FCK analysiert haben, widmen wir uns doch mal dem vermeintlich längeren Teil: Den Ursachen. Da wären einige mögliche Aspekte zu nennen:

Rote Karte: Baumjohann musste den Platz in der 33. Minute verlassen. Zurecht oder zu unrecht - darüber lässt sich streiten. Klar ist aber auch: Das empörte Aufspringen der Herthaner Bank verstärkte sicher auch die Wahrnehmung des Schiedsrichters und damit auch die Entscheidung gegen Alexander Baumjohann. Ein Schiedsrichter muss innerhalb von Sekunden entscheiden; da sind es oft diese kleinen Details, die den Ausschlag geben. Für den Großteil der Lautern-Fans war es eine Fehlentscheidung, für die Herthaner war es berechtigt und für alle Esoteriker war es wohl die verspätete Strafe für die Schauspielerei in Duisburg. Schlechtes Karma halt.

Der Wille: Bei aller Kritik – daran mangelte es an diesem Abend nicht. Selbst mit 10 Mann warfen sich die Spieler in die Zweikämpfe. Sie wollten, aber konnten nicht. Das kann man ebenso gut wie auch bedenklich finden.

Der Gegner: Hertha BSC hat nicht nur den besten Kader der Liga, sondern auch einen bewiesenermaßen Top-Trainer. Berlin drückte schon früh auf den Führungstreffer. Tabellarisch war es ein Spitzenspiel. Tatsächlich war aber nur eine Mannschaft wirklich spitze. Und das auch schon vor dem Platzverweis.

Die Abwehr: Unser Prunkstück. Auch dieses Mal – trotz der Niederlage. Torrejon saustark. Jeder arbeitet mit nach hinten. Der FCK steht relativ kompakt und sicher gestaffelt. Doch ist diese defensive Stabilität auch zugleich eine Ursache für die mangelnde Offensivkraft? Die Balance zwischen Abwehr und Angriff scheint momentan nicht wirklich ausgewogen. Die Abwehr ist sicher – genauso wie die gegnerische Abwehr sicher sein kann, durch FCK-Angriffe garantiert nicht in Gefahr zu geraten.

Der Elfmeter: Laut Franco Foda hätten wir befreiter aufspielen können, wenn Sippel den Ball nicht gehalten hätte…

Der Mo: Er wird insofern zur Ursache des Problems, weil er nicht dabei war – der Mo Idrissou. Der Rammbock im offensiven Zentrum fehlt. Keine Anspielstation, der auch mal den Ball halten kann. Ein Hoffer rieb sich zunehmend auf. Bemüht, aber mittellos. Da half auch der Wetteinsatz von Frank Buschmann nicht, der ihn als ersten Torschützen des Spiels prognostizierte.

Der Rehmer: Mit Vornamen Marco, Ex-Herthaner und Co-Kommentator auf Sport1 an diesem Abend. Man weiß nicht, wie er es gemacht hat, aber sein Tipp auf Peer Kluge als ersten Torschützen war richtig. Frank Buschmann muss sein nächstes Montagsspiel im Herthinho-Kostüm moderieren. Warum das eine Ursache für die nicht vorhandene Offensivkraft des FCK ist? Wettmanipulation. Hoffentlich.

Das Fazit:
Die schönste Szene des Spiels? Als der Schiri die Pfeife zum Abpfiff des Spiels zückte. Die Ursachen für das schlechte Spiel sind vielschichtig.  Keiner kann erwarten, dass der FCK die Hertha mit 10 Mann aus dem Olympiastadion schießt, doch geben die nicht vorhandenen Offensivaktionen Anlass zur Sorge. So gut die Abwehr auch steht (bis zum Gegentor 6 Stunden ohne Gegentreffer), so schlecht ist das Spiel nach vorne (mehr als 2 Stunden ohne echte Torchance).

Der Wille ist nicht das Problem, der ist zweifelsfrei da. Das kann man einerseits positiv auslegen, weil immerhin die Einstellung stimmt. Andererseits stellt sich die Frage: Wenn es der Wille nicht ist, was fehlt dann?

Fortsetzung wie immer auch auf Facebook oder Twitter 

Patrick Potthoff

27.
Sportmanagementstudent.
Gefühlte Heimat: Kaiserslautern.
Tatsächliche Heimat: Gütersloh, Ostwestfalen.

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