Di21May2013

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Montag, 20 Mai 2013 21:42

Relegation 2013: Alte gegen neue Welt

geschrieben von in 360°-Pass

Genau das ist es, was es gebraucht hat. Das Drehbuch des Fußballgotts ist wieder einmal Hollywoodreif. Wir haben den Gegner für die Relegation bekommen, den sich zwar nur die wenigsten gewünscht haben, der aber genau das richtige Puzzlestück für eine Konstellation ist, die den berühmten Betze-Geist für das alles entscheidende Spiel beleben wird.

Alte Welt vs. Neue Welt

Und es ist kein bloßes Duell zweier Fußballmannschaften. Hier tritt Kaiserslautern als Stellvertreter der alten Welt gegen die TSG 1899 Hoffenheim als Vertreter der neuen Welt an. Ein Klub mit Seele gegen den Virus des deutschen Profifußballs. 80 km Luftlinie voneinander entfernt und doch wie zwei Paralleluniversen mit Unterschieden, die nicht größer sein könnten. Das klassische Duell der Gegensätze: Gut gegen Böse, Tradition gegen Kunstprodukt, Pferdewurst gegen Lachsschnittchen.

Alles ist vorbereitet für diesen prägenden Meilenstein, der in die Geschichte des 1. FC Kaiserslautern eingehen wird – im Falle des Erfolges ebenso wie im Falle des Scheiterns. Sportlich der wohl schwierigste von allen möglichen Gegnern, emotional allerdings das absolute Highlight. Eine Niederlage gegen Düsseldorf hätte weh getan, aber es wäre verkraftbar gewesen. Bei diesem Gegner ist das anders. Wir sind verpflichtet, zu gewinnen.

Angst vs. Vorfreude

Darum kann es auch niemand leugnen: Die Vorfreude auf dieses Spiel paart sich aktuell mit der Angst, dass es schief gehen könnte. Doch alle Enttäuschung, alle unerfüllten Erwartungen, alle überzogenen Ansprüchen, all die Unzufriedenheit und all der Frust der vergangenen Monate sind vergessen. Alles ist auf Null gestellt. Es zählen nur diese beiden Spiele. Wir haben die Konstellation, die es benötigt hat, um die eingeschlafene FCK-Seele wieder aufzuwecken. Und es steht weit mehr als die Ligazugehörigkeit für die nächste Saison auf dem Spiel. Müssen wir uns die nächsten zwei Wochen im Keller verstecken oder können wir mit dem FCK-Trikot durch ganz Deutschland stolzieren?

Der Ausgang dieser Relegation wird die Vereinsgeschichte der kommenden 5 Jahre entscheidend prägen und beeinflussen. Es steht unheimlich viel auf dem Spiel. Wir sind All-In. Entweder knacken wir den ganz großen Jackpot oder wir liegen bettelarm und ausgeraubt auf der Straße. Epischer Sieg oder epische Demütigung. Kein zweiter Boden, kein Sicherheitsnetz. Wir haben das schlechtere Blatt im Kampf gegen einen Gegner mit Assen auf den Händen. Hochbezahlte, hochtalentierte Einzelspieler auf Seiten der Sinsheimer. Ausgestattet mit Mitteln, die unseren weit überlegen sind.

David vs. Goliath

David gegen Goliath im besten Sinne. Mit dem Unterschied, dass die Muskeln des Goliaths nicht echt sind. Nur aufgepumpt mit heißer Luft. Ein Kunstprodukt, dass sich die Zugehörigkeit in der Bundesliga über den einfachsten Weg gesucht hat und dem wir jetzt mit einem gezielten Tritt in den Allerwertesten wieder aus dem Oberhaus verbannen können.

Wir haben die  große Chance, diesen Virus des deutschen Fußballs in die Zweitklassigkeit zu versenken. Nicht weniger als ganz Fußballdeutschland steht dafür auf unserer Seite. Und diese Unterstützung brauchen wir auch, um es möglich zu machen.

Und in einem sind wir der Goliath und die TSG der David: Es sind die Menschen, die den Verein seit Jahrzehnten begleiten und genau in diesen Momenten da sind, um den alten Mythos des Betzenbergs wieder aufleben zu lassen. Der Mythos,  der sich immer dann aktiviert, wenn der FCK mit dem Rücken zur Wand steht. Wenn keiner einen Pfifferling auf uns setzen würde. Dann ist sie plötzlich wieder da, diese uneinnehmbare Festung namens Fritz-Walter Stadion.  Und genau deswegen wird eine ganze Fußballnation hinter dem FCK stehen. Auf der Seite des Guten, der alten Welt, der Pferdewurst.

Sieg vs. Niederlage

Und wenn wir auch untergehen sollten, so tun wir es mit wehenden Fahnen und der Gewissheit, dass ohnehin das, was einen Fußballverein besonders macht, mit keinem Geld der Welt erkauft werden kann. Am Ende werden wir Sieger sein – unabhängig vom Ergebnis.

Samstag, der 18. Mai 2013
ing2amas130Es war heute um 14 Uhr 02 als BFV-Schatzmeister Faltenbacher sowie der Spielleiter der Regionalliga Bayern Josef Janker vor 500 jubelnden Fans Markus Bühler dem Mannschaftskapitän der U21 den Meisterwimpel übergab und damit die letzte Woche errungene Meisterschaft amtlich beglaubigte. Im Anschluss schlugen die kleinen Löwen danke eines Tores von Basti Maier den Namensvetter aus Rosenheim (den bayerischen Pokalsieger) mit 1:0, es war der achte 1:0 Sieg der Saison, der sechste im Jahr 2013, weiß-blauer Minimalismus also. Das Tor fiel früh, bereits nach 6. Minuten, letzte Woche war das noch anders

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ing2amas131Rückblick: Letzte Woche spielten wir in Ingolstadt bei der Zweitvertretung des FCI. Zwischen 500 und 700 Fans begleiteten den Tabellenführer und wollten endlich mal (wieder) eine Meisterschaft mit Ihren Löwen feiern. Mit diesem Andrang hatten die Gastgeber überhaupt nicht gerechnet, am Ende waren die Tickets aus und wer dann noch ins Stadion wollte musste sich für 10 € ein Kreuz auf den Arm zeichnen lassen um Zutritt zum altehrwürdigen ESV-Stadion zu erlangen. Anschließend wurden die Fans auf harte Geduldsproben gestellt. Zum einen am Bierstand, denn genau einer hatte offen und das ist bei so einer hohen Anzahl von trinkfesten Löwenfans. Ich persönlich fand aber immer einen der in der Schlange ganz vorne stand und mir ein Bier mitbrachte daher störte mich diese Schlange eher wenige und ich konnte mich auf das Spiel konzentrieren. Aber gut der Bierkonsum ist natürlich nur eine Randnotiz, auch wenn er beim Löwenfan im Allgemeinen nur schwerlich wegzudenken ist. Die andere Geduldsprobe war die Wichtige. Es war das Spiel selbst, dass uns lange verzweifeln lies. Sechzig dominierte das Spiel und hatte einige gute Chancen, wohingegen sich der eher passive Gegner so gut wie keine erspielen konnte. Besonders in der ersten Hälfte hatten wir Chancen zum Saufuttern, alleine Markus Ziereis hätte sich an der Spitze der Regionalligatorjägerliste absetzen können. Aber das Tor fiel ums Verrecken nicht. Es schien so als würde sich die Meisterschaftsfeier noch verschieben und ich als chronischer Pessimist hatte im Hinterstübchen sogar noch den Gedanken, dass wir die Meisterschaft komplett verspielen könnten. Denn ärgster Verfolger war die zweite Mannschaft des roten Abschaums und Bayerndusel gepaart mit dem typischen Sechzgerunvermögen…….dunkle Gedanken waren das.


ing2amas132Schließlich lief sie, die Nachspielzeit. Wie es bei solchen Geschichten allzu oft ist, hatte man sich mit dem 0:0 bereits abgefunden. Ein Tor in der Nachspielzeit bei Sechzig? Nie!! Dieses Glück haben die von der Seitenstraße gepachtet. Aber dann bekam Goalgetter Markus Ziereis in der 92. den Ball vor die Füße und plötzlich zappelte die Kugel im Netz und das musste ich erst mal verarbeiten. Jetzt spielte sich in meinem Kopf vieles auf einmal ab und die Welt um mich herum nahm ich zunächst nur noch in Zeitlupe war. Erst mal das realisieren, war der Ball wirklich drinnen? Ein Tor für uns? 1:0? Ja er war wirklich drinnen. Dann schnell auf die Reaktion der Spieler und der Schiedsrichter achten, zählt das Tor überhaupt? Ja es zählt! Das heißt doch wir sind Meister, wir sind durch, wir haben es gepackt GEIL! Diese Gedankenspiele dauerten nur wenige Momente und als ich die Welt wieder in normalen Tempo war nahm hieß es nur noch hemmungslos Jubeln und grenzenlose Freude. Die Spieler liefen zu den Fans, fielen sich um die Arme ebenso fielen wir uns im Gästeblock in die Arme. Einige waren den Tränen nah (auch ich), ja diese Liebe zur zweiten gibt es wohl nur bei Sechzig. Es war ein unglaubliches Gefühl wie ich es im Erwachsenenleben glaub ich noch nie erlebt habe (ich hab zwar mit den Profis drei Aufstiege miterlebt aber beim letzten war ich gerade 11 und als Kind nimmt man solche Erlebnisse einfach anders war). Die Betreuer verteilten nun auch gleich die Meister-Shirts an die Spieler und Trainer Markus von Ahlen wurde mit der obligatorischen Bierdusche bedacht. Anschließend feierte das komplette Team noch ausgiebig mit den Fans bevor es für alle zurück in Richtung Heimat ging. Die Zugfahrt heim war natürlich entsprechend heiter und auch das massive Polizeiaufgebot welches uns am Münchner Hbf. empfing (es waren ja lauter rote Touristen unterwegs) verdarb diese Laune nicht. In München feierte ich die Meisterschaft mit einem guten Kumpel noch sehr ausgiebig was mit diversen Filmrissen endete und die Fahrt zu den Profis nach Paderborn am Folgemorgen nicht gerade angenehm gestaltete.


Ja Markus von Ahlen, nach der Herbstsaison war er als Ersatz für Alex Schmidt gekommen welcher sich freiwillig zu den Profis strafversetzen lies. Unter den 16 Ligaspielen unter seiner Regie verloren die Amas lediglich ein einziges Match und spielten nur zweimal unentschieden, eine sagenhafte Bilanz. Aber es war allgemein eine sagenhafte Saison, die eigentlich ganz anders begann. Am ersten Spieltag siegte man zwar zum Einstand mit 3:0 in Buchbach, aber anschließend verlor man vier Spiele in Folge und stand nach dem fünften Spieltag mit gerade 3 Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz. Aber die Mannschaft fing sich und verlor in den 32 Spielen seitdem genau so häufig wie in den ersten fünf, genau viermal. Jetzt haben wir am vorletzten Spieltag unglaubliche 77 Punkte auf dem Konto und den Rest der Liga weit hinter uns gelassen. Das alles spricht für den Geist der Mannschaft und des gesamten Teams um die U21, denen ich für Ihre Arbeit an dieser Stelle von Herzen danken möchte. Ein Dank auch an Alexander Schmidt, welcher bei den Profis jetzt so gescholten wird, ohne seine Vorarbeit in der Herbstsaison (incl. Derbysieg) hätte Markus von Ahlen dieses Wunder nicht vollenden können. Ihr alle habt bewiesen, dass Sechzig auch jetzt noch mehr ist als dieses ganze Tohuwabohu drum herum.


ing2amas133Die Saison ist jetzt fast vorbei, am letzten Spieltag spielen wir im Frankenstadion bei den Amateuren des Glubb wo wir hoffentlich noch die 80 Punkte Marke knacken werden. Anschließend geht es in die Aufstiegsrunde wo wir auf den zweiten der RL Süd-West treffen (wohl Elversberg, könnte aber auch noch Kassel werden). Heute beim Heimspiel gegen Rosenheim wo wir indirekt noch den bayerischen Superpokal gewannen hieß es zudem Abschied nehmen von unserer Ausweichquartier in Ismaning, nächste Saison tragen wir unsere Heimspiele endlich wieder in der geliebten Heimat in Giesing aus und unabhängig davon wie die Relegation läuft, ich freu mich jetzt schon drauf. Natürlich möchte ich dem FC Ismaning (welcher aus der RL abgestiegen ist) für seine Gastfreundschaftlichkeit danken und wünsche Ihm viel Erfolg in der Bayernliga Süd. Apropos Ausweichquartier, eigentlich etwas kurios. Auch wenn wir die meisten Heimspiele in Ismaning ausgetragen haben, hatten wir trotzdem vier verschiedene Heimspielorte. Neben dem Stadion an der Lindenstraße in Ismaning trugen wir ein Heimspiel im Sportpark Unterhaching aus (Derby aus Sicherheitsgründen), zwei Nachholspiele im Sportzentrum Vaterstetten (mangels Flutlicht in Ismaning) und ein Nachholspiel fand sogar am Trainingsplatz der Profis in Giesing statt (weil Ismaning am Tag zuvor den Platz sperrte). Wenn man bedenkt, dass das Relegationsheimspiel bedauerlicherweise in der Arena stattfinden muss sind es sogar fünf Heimspielorte in einer Saison, sowas erlebt man auch nicht alle Jahre. 

 

Was in der Saison auch immer viel Spaß gemacht hat, waren die Auswärtsfahrten. Ein paar neue Grounds waren für mich dabei, aber auch ein paar Klassiker aus guten alten Bayernligatagen habe ich nach über 20 Jahren mal wieder gesehen. Die Bandbreite der Stadien bzw. Plätze der Regionalliga Bayern waren sehr groß. Vom Bundesligastadion wie Fürth oder Nürnberg, über den Old-School-Ground wie Hof oder Würzburg bis hin zum gemeinen Dorfsportplatz der außer einer Bande (und inzwischen einem Gästekäfig) gar keine Aufbauten hat wie z.B. Eltersdorf war wirklich alles dabei. Und die Regionalliga bleibt interessant, denn mit dem ehemaligen Zweitligisten Schweinfurt steht ein großer Traditionsverein vor der Rückkehr und mit dem Meister aus der Bayernliga Süd wird noch auch der Bezirk Niederbayern endlich mit einem Verein in der Regionalliga vertreten sein. Kritikpunkt an der Regionalliga gibt es aber auch und damit meine ich aus Fansicht vor allem die Gästekäfige in den kleineren Stadien. Das Dorfvereine wie beispielsweise Eltersdorf oder Rain am Lech solche Käfige bauen müssen ist mehr als lächerlich. Die wenigsten Vereine verfügen über eine echte Fanszene sondern haben meist das durchschnittlich Landesligapublikum und bringen auswärts praktisch keine Leute mit. Und die Vereine die wirklich Fanszenen haben (Bamberg, Hof, Würzburg und die Zweitvertretungen) verfügen alle auch über ein echtes Stadion in dem es auch einen ganz normalen Gästeblock gibt. ing2amas135Oben habe ich ja bereits den Platz in Eltersdorf beschrieben, nur eine Bande, keinerlei Stufen, Tribünen oder ähnliches, nur das Vereinsheim auf der Hauptseite. Wenn wirklich mal 200-250 Leute in diesem ebenen Käfig stehen, haben die Leute die nicht ganz vorne am Zaun stehen kaum noch die Chance etwas vom Spiel zu sehen. Dies wiederum würde mit Sicherheit etwas Unmut Heraufbeschwört. Den besten Gästekäfig gibt es beim DFB-Pokal-Qualifikanten Illertissen. Hier wird der Gästekäfig praktisch ab absurdum geführt. Der Gästekäfig befindet sich hier auf der Gegengerade welche aus einem großen Naturstehwall besteht. Und mitten auf diesen Naturstehwall steht jetzt irgendwie komplett sinnlos dieser Käfig in der Landschaft herum den wohl nie ein Gästefan ernsthaft betreten wird. Denn der Eingang zum Gästebereich befindet sich hinter dem Tor und zwischen dem Eingang und dem Gästekäfig befindet sich ein riesen Stück nicht eingezäunter Naturstehwall. Und so stellten sich alle Fans entweder neben den Gästekäfig oder gar darüber und so blieben die Wellenbrecher im Käfig verweist. Sinnlose Käfigauflagen, da ist der Verband gut, aber Auflagen für ausreichend sanitäre Anlagen gibt es bedauerlicherweise nicht. In Würzburg durften sich 300 Löwenfans mit gerade mal zwei Dixiklos begnügen, in Illertissen stand den 200-250 Löwenfans gar nur ein einziges zur Verfügung. In Rain gab es im Block nichtmal ein Klo, man musste das Stadion verlassen um ca. 250 Meter in ein anderes Gebäude außerhalb des Stadion zu gehen. Das freut den Fan der gerade 10 € Eintritt gezahlt hat natürlich ungemein das er für jedes Bedürfnis mindestens 5 Minuten vom Spiel verpasst. 

ing2amas134Ja das war es zum Thema Kritik, muss auch sein. Trotz allem finde ich, dass die Regionalliga Bayern durchaus ein Erfolg ist und ich bin wirklich froh, dass Sie eingeführt wurde. Denn Sie ist dank Ihrer ländlichen Prägung einfach relaxter und weiter weg vom Mainstream. In den meisten Spielen bleibt man von den lästigen Nebeneffekten die man in anderen RL´s oder in höheren Ligen hat verschont. Hier seinen übereifrige Polizisten oder lästige sich wichtigmachende Pubertäre Möchtegernultras gemeint die außer dumm daherreden nicht viel können. Gerne denke ich da an Frohnlach zurück, an die Vereinskneipe wo man nach dem Spiel noch gemütlich ein paar Hoibe trank, sich mit gegnerischen Anhängern gemütlich unterhält und sich sogar gegnerische Spieler zu einem an den Tisch setzten. Keine permanente Schwanzvergleiche die einem aufgezwungen werden einfach nur Fußball in seiner Reinform.


Ja das war mein Bericht zur Meisterschaft und eine kleine Bilanz zur fast beendeten Regionalligasaison. GIESING´S EHRE SECHZIG AMATEURE!

Fotos:
1. Anne Wild/Wochenanzeiger, Meisterehrung
2. Anne Wild/Wochenanzeiger, Gästeblock beim Spiel in Ingolstadt
3. Anne Wild/Wochenanzeiger, Jubel nach dem Siegtreffer in Ingolstadt
4. Anne Wild/Wochenanzeiger, Heimspiel in Vaterstetten gegen Eltersdorf
5. Phillip Rapp, Gästeblock in Eltersdorf
6. Phillip Rapp, Blick auf den Gästeblock in Illertissen

596894 web R K by Dr. Stephan Barth pixelio.deWir als Fans durchleben eine brisante Zeit, einen Umbruch den wir verhindern müssen. Immer mehr Sponsoren drängen in den Fußball, wollen mitreden und Entscheidungen treffen. Wenn wir hier an Wolfsburg und Leverkusen denken, 2 Konzernclubs die einen starken Geldgeber im Rücken haben, der unmögliches möglich macht. Aus der 4.Liga nähert sich ein weiteres Ungeheuer, RB Leipzig, seines Zeichen ein neues Spielzeug der gelangweilten Red Bull Bosse.

Ich möchte hier natürlich nicht die Audi belasteten Ingolstädter vergessen oder Dietmar Hopps Marionetten Truppe. Es sind Systeme im Fußball, die nicht funktionieren. Wer aus der Region um Leverkusen kommt, der fährt lieber nach Düsseldorf, Köln oder Gladbach. Vereine, bei denen man noch die „Wahren Emotionen“ erleben kann. Fans, die noch was Echtes spüren wollen und nicht dem Event folgen. Es werden sicher Stimmen laut, die mir flüstern wollen, dass es auch in Wolfsburg oder Hoffenheim echte Fans gibt, die diesen Verein lieben.

Für mich ist das aber eine Form von Selbstbefriedigung, denn wenn es Fußballfans sind und die Betonung liegt hier auf „Fußball“ und „Fans“ im Einzelnen, dann sollte man das System, was in den jeweiligen Verein zu tragen kommt ablehnen und sich dagegen wehren. Es kann doch nicht im Interesse der Fans sein, dass Sponsoren, Konzerne und Investoren die Bundesliga erobern und zum Spielball der Gesellschaft gestalten. Man stelle sich nur vor wie Dietmar Hopp, Martin Winterkorn und Marijn Dekkers gemeinsam zusammensitzen und Fußball Manager auf realistischem Niveau spielen, Fans als nerviges Anhängsel sehen und für uns Fans Choreographien vorgeben.

Donnerstag, 16 Mai 2013 13:03

Preußen Münster zu Gast in Unterhaching

geschrieben von in Allgemein

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Um fünf Uhr ging es los nach Unterhaching, in den Süden, nach Bayern. Alle hatten gute Laune, es wurde natürlich viel über die letzten Spiele geredet, auch viel gehadert mit den vergebenen Punkten aus dem Erfurt-Spiel und dem Kickers-Spiel.

Und es wurde natürlich auch viel gerechnet. Osnabrück darf in Bielefeld auf keinen Fall gewinnen, das Spiel auf der Alm war auch für uns sehr wichtig, wir waren davon abhängig. Denn nach dem unglücklichen 0:1 gegen die Stuttgarter Kickers aus der Vorwoche vergaben wir eine gute Ausgangslage, und ließen Bielefeld davonziehen, sowie Osnabrück an uns vorbei. Deshalb mussten ganz dringend drei Punkte her im Sportpark Unterhaching, ausgerechnet Unterhaching, gegen die wir noch nie richtig gut aussahen.

Dienstag, 14 Mai 2013 17:56

Wir sind drin!

geschrieben von in Bochum Blog

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Boris Becker wusste es schon 1999 und seit vorgestern wissen es auch die Bochumer Jungs und Mädels mit Sicherheit: WIR SIND DRIN!

Wochenlange Arbeit und ausgebrannte Nerven haben sich gelohnt, der gemeine VfL-Fan ist innerhalb der letzten Spieltage nicht umsonst um mindestens fünf Jahre gealtert und das wichtigste von allem: die Haare werden blau!

Mit dem Spiel gegen den FSV Frankfurt, welches zwar, nach einer zuletzt aufgestellten Serie von vier Siegen in Folge, verloren wurde, steht der Klassenerhalt trotzdem fest. Mit jetzt 38 Punkten und damit genug Vorsprung vor den Abstiegskandidaten, hat sich der VfL in der zweiten Liga behauptet.

Ja, es war eng. Und ja, man hätte sicherlich früher eingreifen müssen in gewisse Vereinsstrukturen und Vorgehensweisen. Aber mal ehrlich: Interessiert das jetzt noch wen?

Die mitgereisten Fans von Sonntag Nachmittag jedenfalls mit Sicherheit nicht, denn die machten schon den Schlusspfiff in Frankfurt zu einem absoluten Ausbruch von Begeisterung, Erleichterung und purer Freude.

Wie wird das also erst am Sonntag, wenn das Ruhrstadion vielleicht sogar wieder ausverkauft ist und die Bochumer Jungs von all ihren Fans begrüßt werden? Es wird sicherlich großartig. Wie Peter Neururer nach dem Spiel schon sagte, muss natürlich alles gegeben werden und auch das letzte Spiel will man wieder gewinnen aber naja....auf den Rängen wird 90 Minuten gefeiert, da kann auf dem Feld fast schon der letzte Prütt geschehen.

Die erste Station dieser „Wir bleiben drin“-Party findet übrigens heute Abend statt, wenn sich Peter um 22.15 Uhr bei Sport1 die Haare blau-weiß färben lässt. Eher noch lassen muss, denn dies war ein Wetteinsatz, an den er selbst nicht glaubte, den er nun aber sicher mit Freuden einlöst.

So wird am Sonntag beim Spiel gegen Union Berlin nicht nur der Himmel blau-weiß sein.

Ich bin einfach froh, dass zwar zu einem fast schon unrealitischen Zeitpunkt,aber wie wir sehen doch noch früh genug, die Reißleine gezogen wurde und Überfeuerwehrmann Peter am vorletzten Spieltag mit den Bochumer Jungs die Klasse halten konnte.

Hier muss sich niemand in der Besenkammer verstecken, denn

 

Wir sind drin!!!

 

Eure Nadine

Dienstag, 14 Mai 2013 14:09

Derby in Köln: Fortuna besiegt Viktoria

geschrieben von in Allgemein

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Auch in der zweiten Auflage konnte der SC Fortuna das Kölner Regionalliga Derby gegen Viktoria mit 3:1 für sich entscheiden. Oliver Laux brachte die Elf von Trainer Uwe Koschinat nach einem Freistoß in Führung. In der zweiten Hälfte legte der gerade eingewechselte Fabian Montabell nach und in der Schlussphase erzielte der starke Michael Lejan das 3:0 für die Südstädter. Viktoria Köln kam in der Schlussminute lediglich durch Fathi Candan zum Ehrentreffer. Insgesamt eine sehr souveräne Mannschaftsleistung und ein hochverdienter Sieg vor 3423 Zuschauern.